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Hier finden sie einerseits die Psalmen aus der Lutherbibel.

Andrerseits gibt es dazu Texte welche in den letzten Wochen in Schleife entstanden sind. Sie wollen von Fall zu Fall den Inhalt der Bibeltexte erklären und vertiefen, aber ihnen auch widersprechen bzw. sie hinterfragen. Diese Texte verstehen sich als erster anregender Beitrag zum Psalmprojekt Schleife 2012

Hier folgen die Themen:

  • Lebensangst (Psalm 13)
  • Lebenskraft  (Psalm 27)
  • Lebensdurst  (Psalm 42)
  • Lebensbilanz (Psalm 71)

Eins: Lebensangst

Lutherbibel, Psalm 13

Hilferuf eines Angefochtenen

 1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2 HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen?

Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

 

3 Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele /
und mich ängsten in meinem Herzen täglich?

 

Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?

 

4 Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott!

Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,

 

5 dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden,

und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.

 

6 Ich aber traue darauf, dass du so gnädig bist; /
mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst.

Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut.

 

Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung

E(c) 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Einsichten 2012:

Ein Mensch artikuliert seine Ängste.

 

Er klagt über Gott und das Gefühl der Gottverlassenheit.

 

 

Er klagt über sich. spricht von der Angst in seinem Herzen,sein Selbstvertrauen schwindet. eigenes Unvermögen tritt zutage.

 

Er klagt über Hemmnisse, welche seine Lebensentfaltung behindern

Personen?, Dinge?, Institutionen?, Krankheit?, .....? 

 

Ein  Mensch bittet sein Gegenüber um offene Augen und Ohren.

 

 

 

 

 Aus Angst wird Zuversicht. Es wird ein Vertrauensvorschuss gewährt.

 

Treue und Verlässlichkeit lassen den Beter ein frohes Lied in der (noch) vorhandenen Dunkelheit anstimmen.

 

Schleife 2012

Zwei: Lebenskraft

Lutherbibel, Psalm 27

Gemeinschaft mit Gott

 1 Von David.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil;

vor wem sollte ich mich fürchten?

Der HERR ist meines Lebens Kraft;

vor wem sollte mir grauen?

 

2 Wenn die Übeltäter an mich wollen,

um mich zu verschlingen,

meine Widersacher und Feinde,

sollen sie selber straucheln und fallen.

 

3 Wenn sich auch ein Heer wider mich lagert,

so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht;

wenn sich Krieg wider mich erhebt,

so verlasse ich mich auf ihn.

 

4 Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne:

dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang,

zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN

und seinen Tempel zu betrachten.

 

5 Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, /
er birgt mich im Schutz seines Zeltes

und erhöht mich auf einen Felsen.

 

6 Und nun erhebt sich mein Haupt

über meine Feinde, die um mich her sind;

darum will ich Lob opfern in seinem Zelt,

ich will singen und Lob sagen dem HERRN.

 

7 HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe;

sei mir gnädig und erhöre mich!

 

8 Mein Herz hält dir vor dein Wort: /
»Ihr sollt mein Antlitz suchen.«

Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.

 

9 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,

verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!

Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht

und tu die Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil!

 

10 Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,

aber der HERR nimmt mich auf.

 

11 HERR, weise mir deinen Weg

und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.

 

12 Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde!

Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht ohne Scheu.

 

13 Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde

die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.

 

14 Harre des HERRN!

Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

 

Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung

 (c) 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Einsichten 2012:

 

 

 

 

 

Einem Menschen schwinden die Kräfte in den Mühlen des Alltags:

 

 

Menschen gebären sich wie Raubtiere,

 

 

 

Mobbing ist an der Tagesordnung,

 

 

der tägliche Kleinkrieg ist zermürben.

 

 

Ein Mensch sucht sein Heil in der (Zu-)Flucht.

 

 

Hin zum Tempel seines Glaubens,

hin zur Hütte seiner Familie,

hin zum Zelt seiner Freunde.

 

Er findet Sicherheit

auf dem Fundament seiner festen Überzeugungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Mensch beklagt den Verlust von Heimat.

Jeder Mensch braucht ein Zuhause.

 

 

 

 

 

 

 

Doch er findet den Weg aus der Klage hin zu neuer Freude am Leben,

 

 In der Zuwendung erfährt er Trost

und findet so zu neuem Glauben und neuer Kraft.

 

 

Schleife 2012

Drei: Lebensdurst

Lutherbibel Psalm 42

Verlangen nach Gott aus fremdem Land

 

 1 Eine Unterweisung der Söhne Korach, vorzusingen.

2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,

so schreit meine Seele, Gott, zu dir.

 

3 Meine Seele dürstet nach Gott,

nach dem lebendigen Gott.

Wann werde ich dahin kommen,

dass ich Gottes Angesicht schaue?

 

4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht,

weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?

 

5 Daran will ich denken

und ausschütten mein Herz bei mir selbst:

wie ich einherzog in großer Schar,

mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes

mit Frohlocken und Danken

in der Schar derer, die da feiern.

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6 Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist

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7 Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, /
darum gedenke ich an dich

aus dem Land am Jordan und Hermon, vom Berge Misar.

 

8 Deine Fluten rauschen daher, /
und eine Tiefe ruft die andere;

alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.

 

9 Am Tage sendet der HERR seine Güte,

und des Nachts singe ich ihm

und bete zu dem Gott meines Lebens.

 

10 Ich sage zu Gott, meinem Fels:

Warum hast du mich vergessen?

Warum muss ich so traurig gehen,

wenn mein Feind mich dränget?

 

11 Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, /
wenn mich meine Feinde schmähen

und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?

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12 Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

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Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung

(c) 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Einsichten 2012

 

 

 

Bedrückte Seele

Depressionen

 

Volkskrankheit

Lebensmüde

Entwurzelt

gottverlassen

 

schlaflos

unverstanden

 

 frustriert

leer

fix und fertig

ziellos

allein

die Hoffnung stirbt...zuletzt

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HARREN: mit bestimmter innerer Erwartung über eine gewisse  Zeit hin auf ein Ereignis oder eine Person warten

Synonyme zu HARREN: hoffen/warten auf....

© www.duden.de

 

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verletzt

sehnsuchtsvoll

heimatlos

devastiert

ins Bodenlose gefallen

versunken

 

belastet

stumm

sprachlos

 

wortlos

ohne Antwort

niedergeschlagen

verloren

 

selbstzerstörerisch

angreifbar

die Hoffnung stirbt...zuletzt

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HARREN: mit bestimmter innerer Erwartung über eine gewisse Zeit hin auf ein Ereignis oder eine Person warten

Synonyme zu HARREN: hoffen/warten auf.

© www.duden.de

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Schleife 2012

Vier: Lebensbilanz

Lutherbibel Psalm 71

 Bitte um Gottes Hilfe im Alter

 

 1 HERR, ich traue auf dich,

lass mich nimmermehr zuschanden werden.

2 Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir heraus,

neige deine Ohren zu mir und hilf mir!

3 Sei mir ein starker Hort, zu dem ich immer fliehen kann, /
der du zugesagt hast, mir zu helfen;

denn du bist mein Fels und meine Bu.rg

4 Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen,

aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen.

5 Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott,

meine Hoffnung von meiner Jugend an.

6 Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an; /
du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen.

Dich rühme ich immerdar.

7 Ich bin für viele wie ein Zeichen;

aber du bist meine starke Zuversicht.

8 Lass meinen Mund deines Ruhmes

und deines Preises voll sein täglich.

9 Verwirf mich nicht in meinem Alter,

verlass mich nicht, wenn ich schwach werde.

10 Denn meine Feinde reden über mich,

und die auf mich lauern, beraten sich miteinander

11 und sprechen: Gott hat ihn verlassen;

jagt ihm nach und ergreift ihn, denn da ist kein Erretter!

12 Gott, sei nicht ferne von mir;

mein Gott, eile, mir zu helfen!

13 Schämen sollen sich und umkommen,

die meiner Seele Feind sind;

mit Schimpf und Schande sollen überschüttet werden,

die mein Unglück suchen.

14 Ich aber will immer harren

und mehren all deinen Ruhm.

15 Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit,

täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann.

16 Ich gehe einher in der Kraft Gottes des HERRN;

ich preise deine Gerechtigkeit allein.

17 Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt,

und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.

18 Auch im Alter, Gott, verlass mich nicht,

und wenn ich grau werde,

bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern

und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.

19 Gott, deine Gerechtigkeit reicht bis zum Himmel;

der du große Dinge tust, Gott, wer ist dir gleich?

20 Du lässest mich erfahren viele und große Angst

und machst mich wieder lebendig

und holst mich wieder herauf

aus den Tiefen der Erde.

21 Du machst mich sehr groß

und tröstest mich wieder.

22 So will auch ich dir danken mit Saitenspiel

für deine Treue, mein Gott;

ich will dir zur Harfe lobsingen,

du Heiliger Israels.

23 Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast,

sollen fröhlich sein und dir lobsingen.

24 Auch meine Zunge soll täglich reden

von deiner Gerechtigkeit;

denn zu Schmach und Schande werden,

die mein Unglück suchen.

 

Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung

(c) 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

 

Brief einer frommen Frau an ihre neugierige Enkelin 2012

 

Mein liebes Enkelkind,

 

ich setze mein ganzes Vertrauen auf Gott. Das hat einen guten Grund, Mein ganzes Leben habe ich an dieser Beziehung festgehalten und nie wurde ich von Gott enttäuscht - trotz allem es in meinem Leben ein stetes Auf und Ab gab. Du weißt ja „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ . Bei ihm habe ich eine gute Adresse und ich kann mir nicht vorstellen dass ich damit scheitern könnte.

 

 

 

 

 

 

Schon immer, von klein auf, habe ich mich Gott anvertraut. Auch später gab es keine Phase in meinem Leben  in welcher ich es nicht mit Gott zu tun hatte.

Für Gottes lebenslange Treue kann ich nur Zeugnis  ablegen und jeden ermutigen die ausgestreckte Hand Gottes zu ergreifen.

 

 

 

 

Jetzt wo die Kräfte langsam nachlassen, ich so manches nicht mehr auf die Reihe bekomme, die Welt mir viel zu schnell und kompliziert geworden ist und –zugegeben- mancher Schatten auf meiner Seele liegt, sehe ich das nicht als blindes Schicksal des Alters an,

Ich hoffe, ich kann diese Gelassenheit und diese Geborgenheit vor den kommenden Dunkelheiten retten.

Mein Wunsch, mein Gebet zu Gott ist „verlass mich nicht im Alter; verlass mich nicht wenn ich schwach werde und anderen ausgeliefert bin.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darum will ich mich immer erinnern und davon erzählen, wie mich Gottes Liebe geformt und begleitet hat. Entschuldige wenn ich immer die alten Storys erzähle und deshalb etwas anstrengend werde, aber es ist mir wichtig,

 

 

Ich möchte ja so gerne dass auch du einen Halt und eine Orientierung für dich findest die tragfähig ist. Um nicht zu zerbrechen, auch über den Alltag und  unser Diesseits hinaus, bis in fernste Zukunft.

Gott tut große Dinge Heute und in Zukunft, Bei mir und bei Dir.

Höhenflüge und tiefe Abstürze habe ich unbeschadet in meinem Leben überstanden, auch Krankheit, Unfalle, tödliche Fallen, Angriffe…

Hinterher fühlte ich mich gerettet. Ich hatte eine neue Chance, einen neuen Anfang geschenkt bekommen. Ja, ich fühlte mich wie neu geboren,.

Von Gott fühle ich mich immer verstanden  das  tröstet mich, das richtet mich auf.

 

 

 

 

 

 

 

Es läuft mit Gott auch im Alter gut, auch wenn ich zwischendurch meine Zweifel und meine Befürchtung hatte.

 

So steht als die Bilanz im Herbst meines Lebens eine große Genugtuung und Zufriedenheit und etwas Vorfreude auf das was noch kommt.

 

Deine Oma

 

 

 

 

 

Schleife 2012


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